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Tulamben

 

Taucher aus aller Welt pilgern seit langem in das verschlafene Dorf an der Nordostküste Balis, das nicht auf den ersten Blick preisgibt, was es zu bieten hat. In dem Moment wo man abtaucht ändert sich dieser Eindruck aber schlagartig. Die wichtigsten Tauchplätze sind das Wrack der USAT "Liberty" im Westteil der Bucht und die Steilwand (Drop-off) im Osten. Beide bieten recht unterschiedliche Taucherlebnisse.

Die USAT "Liberty"

Die Liberty war ursprünglich ein Frachtschiff, gebaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts in New Jersey, USA. Sie wurde während des 2. Weltkrieges in den Dienst der US Navy gestellt und an Bug und Heck mit Kanonen bestückt. Am 11. Jänner 1942, die Liberty befand sich zu diesem Zeitpunkt irgendwo vor der Küste Lomboks, wurde sie von einem japanischen U-Boot torpediert. Der Treffer richtete grossen Schaden am Rumpf an, schickte sie jedoch nicht auf den Meeresgrund. Die US Navy entschied sich für eine Rettungsaktion und entsandte zu diesem Zweck zwei Zerstörer, die die Liberty nach Bali schleppen sollten. Sie nahm aber zu viel Wasser über und man entschloss sich schliesslich, sie bei Tulamben auf den Strand zu setzen.

 

 


Als 1963 Balis höchster Vulkan, der Gunung Agung ("Hoher Berg") ausbrach, entstand nicht nur grosser Sachschaden sondern es waren auch viele Menschenleben zu beklagen. Die Eruption schob aber auch das Wrack der Liberty zurück ins Meer an ihren bis dato letzten Ruheplatz, wo sie heute nur ungefähr 40 Meter vom Strand in einer Tiefe zwischen 9 und 28 Metern liegt.
Die Liberty ist heute Balis populärste Tauchattraktion. Überzogen mit vielen Arten von Weich- und Hartkorallen bildet sie einen Lebensraum für eine dichte Fischpopulation und anderes marines Leben. Ein Muss-Tauchgang !
 


Die Steilwand

Den Steilwandtauchgang am Ostende der Bucht sollte man auch nicht auslassen. Man beginnt den Tauchgang nahe bei den Felsen, wo der Sandboden schräg abfällt und zur Rechten der Beginn der Wand in Sichtweite kommt. Ab ungefähr 15 Metern Tiefe fällt diese dann senkrecht ins Tiefblaue ab. Das Leben hier und der Korallenbewuchs ist ebenfalls sehr gut. Speziell interessant: ein grosser Gorgonienfächer mit mehr als 2 Metern Durchmesser in einer Tiefe von etwa 30 Metern.


Für Makro-Fotografen und alle die an Kleingetier interessiert sind: die schwarzen Sandböden und die Korallengärten zwischen Wrack und Steilwand haben immer schon Foto-Profis aus aller Welt angezogen.
 

 

Tulamben - Fakten & Zahlen

 

Riff-Typ: Steilwand im Westen, flaches Riff entlang der Bucht
Zugang: praktisch alle Tauchgänge vom Strand aus
Sichtweite: sehr gut, 15-30 Meter
Strömung: Sehr gering, kann aber bei Gezeitenwechsel an der Steilwand stark werden.
Korallen: Sehr gute Population, Weichkorallen im Überfluss
Fische: Exzellent, unübertroffen für Makro-Fotografen
Höhepunkte: Schiffswrack und hohe Dichte marinen Lebens
 

 

 

Amed (Jemeluk)

 

Amed, auch bekannt unter dem Namen Jemeluk, liegt an der Nordostküste Balis nahe dem bekannteren Tauchgebiet bei Tulamben. Es handelt sich um eine kleine, nach Norden offene Bucht mit hohen Felsen an der Ostseite und sandigen Salztümpeln im Westen. Amed bietet die Wahl zwischen zwei grundverschiedenen Tauchgängen: Steilwandtauchen im Osten und als Alternative einen Strömungstauchplatz an dem man über eine terassenförmige Unterwasser-Landschaft gleitet. Beide Plätze werden üblicherweise direkt von der Bucht mittels kleiner lokaler Fischerboote angefahren.

Die Steilwand

Am Fuss der Felsen an der Ostseite der Bucht liegt in relativ geringer Tiefe ein ausgedehntes Korallenriff. Die Korallen hier gehören zu den besten in Bali. Folgt man dem Riff in Richtung offenes Meer, so fällt es abrupt ab und geht in eine Steilwand über, die sich nach Osten, um die nächste Landspitze herum bis in die nächste Bucht erstreckt.
Abhängig von Strömungsrichtung und Gezeiten handelt es sich oft um einen Strömungstauchgang, wobei die einheimischen Bootsführer die Taucher auf der jeweils günstigen, stromaufwärts gelegenen Seite der Wand absetzen.
Der Tauchplatz ist nicht übermässig tief, bietet aber eine schwindelerregende Fülle an Korallen und sonstigem marinem Leben.

Amed West

Wiederum in Abhängigkeit von der Strömungsrichtung erlebt man hier ein atemberaubendes Panorama mit teilweise exzellenten Sichtverhältnissen. Beginnend in relativ seichtem Wasser fällt das Riff in Terrassen ab und verliert sich im tiefen Blau des Ozeans. An einigen Stellen gehen die Terrassen in vertikale Wände über, aber deshalb schon von Steilwandtauchen zu sprechen wäre übertrieben.
Auf beiden Seiten existiert eine gute Fischpopulation, angereichert mit dem einen oder anderen Weissspitzen-Riffhai. Auch Mantas und sogar den seltenen Mondfisch (Mola Mola) haben wir an diesen beiden Tauchplätzen schon gesehen.
 

 

Amed - Fakten & Zahlen

 

Riff-Typ: Steilwand im Osten, Terrassen im Westen. Flache sandige Bucht in der Mitte.
Zugang: Mit dem Auto direkt an den Strand, von dort mit lokalen Fischerbooten in zwei Minuten zu den Tauchplätzen
Sichtweite: Sehr gut, 15-40 Meter
Strömung: An beiden Plätzen kann starke Strömung für aufregende Strömungstauchgänge sorgen
Korallen: Grosse Anzahl und Vielfalt, Weichkorallen im Überfluss
Fische: Exzellent, speziell die Weissspitzen-Riffhaie
Höhepunkte: "Korallengarten" im Osten der Bucht
 

 

 

 

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